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Passiv-Triathletin; Mental-Coach, "Managerin", Groupie von Jens; Wenig-Sportlerin und sonst noch Redakteurin bei ServusTV

Ein Jahr nach Roth

Während die Athleten in Roth gerade wieder den Solarerberg raufstrampeln und ins Zielstadion einlaufen, schauen wir ein Jahr zurück – genauer gesagt auf ein Jahr bis Roth. Und ein bisschen mehr …

 

 

Es wird ernst – und ihr könnt live dabei sein

Gepackt, eingecheckt, Speicher gefüllt und den Wecker auf 04:00 gestellt. Es wird ernst hier in Almere.

Die ersten beiden Tage haben wir gut verbracht. Stadt erkunden, mal orientieren, testschwimmen und heute alles packen, Race Briefing, Bike einchecken und jetzt noch Carbo Loading Party mit ganz viel Pasta.

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Vor dem Testschwimmen im kalten See

Jens ist relativ entspannt und fühlt sich fit und gut vorbereitet. Gestern beim Testschwimmen konnte er sich ein wenig im 17 °C-kalten Wasser akklimatisieren. Morgens und abends ist auch die Luft recht frisch. Aber tagsüber war es heute vor allem in der Sonne angenehm warm. Der Wind dürfte sich morgen für niederländische Verhältnisse auch in Grenzen halten. Es steht der Challenge also nichts mehr im Weg.

Wenn ihr Jens am morgigen Tag verfolgen wollt: das Wichtigste dazu seine Startnummer: 192

Ihr könnt euch entweder die App Rabobank Challenge Almere installieren (Android oder iOS). Oder hier gibts einen Livestream: live.challenge-almere.com … sicher besonders interessant der Zieleinlauf voraussichtlich zwischen 20:30 und 21:00 Uhr. Weitere Updates gibts auch noch via Twitter: @j_ma

Egal ob via App, Stream oder Live-Tracking: bitte laut anfeuern und beim Zieleinlauf jubeln 🙂

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Ordentlich stärken bei der Carbo Loading Party

Nach Roth ist vor Almere

Demnächst geht es auf nach Almere, der 2. Wettkampfanlauf nach Roth. Hier ein paar Infos zur niederländischen Stadt Almere … eine interessante Stadt:

Almere hat mittlerweile fast 200.000 Einwohner, und das obwohl, es die Stadt erst seit den 1970er Jahren gibt. Da wurde sie auf trockengelegtem Gebiet aufgebaut. Die Stadt ist 25 km von Amsterdam entfernt.

Die Skyline von Almere. - Foto: NBTC Holland Marketing
Die Skyline von Almere. – Foto: NBTC Holland Marketing

Der Triathlon in Almere ist nach Hawaii einer der ältesten Langdistanz-Wettkämpfe der Welt. Immerhin wird hier schon seit 1983 geschwommen, geradelt und gelaufen.

Der Kurs der Challenge Almere ist sehr flach und liegt teilweise unter Meeresniveau. Der Wind können den Wettkampf aber zu einer wirklichen Challenge machen.  Start und Ziel ist mitten im Zentrum, geschwommen wird in einem kleinen See in der Stadt.

Almere-Überblick
Überblick über Almere – in grün die Radstrecke

Und für alle Pflanzenfreunde: Almere ist der nächste Austragungsort der Floriade im Jahr 2022.

Wir sind schon gespannt auf die Stadt und die Challenge, die uns dort erwartet.

Noch 1 Tag … the point of no-return

Das Rad ist eingecheckt, Wettkampfbesprechung erledigt und Kohlenhydratspeicher voll. Es wird ernst.

Begonnen hat der Tag aber mit meinem Challenge Women – der 5 km-Frauenlauf, wo ich neben knapp 2.000 anderen Frauen (vor allem Begleiterinnen von Triathleten) teilgenommen habe. Trotz Schnupfen, Hitze und ganz schönen Steigungen in der Strecke hab ich es dann nach 36:40 doch ins Ziel geschafft. Mein sportlicher Part ist also auch erledigt.

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Interessanter Sponsor …

Bei Jens stand neben dem Support bei meinem Frauenlauf die letzten und wichtigen Vorbereitungen am Programm. In der Früh noch 1 Stunde lockerer Sport und am Nachmittag dann das Packen und Bike-Checkin. Um 18.00 Uhr war Wettkampfbesprechung, wo das endgültige Okay für das Schwimmen mit Neopren-Anzug kam.

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Noch eine letzte Massage für einen „entspannten Tag“ morgen.
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Das Rad ist am Parkplatz und ruht sich dort heute Nacht hoffentlich gut aus.
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Die haben morgen alle einen längeren Tag voll Sport am Programm.

Ja, und jetzt ist es soweit. Um 4.00 Uhr läutet der Wecker – Zeit zum Schlafen.
Übrigens danke allen, die mitfiebern und sich in den letzten Tagen gemeldet haben.

Wahnsinn, wie schnell 1 Jahr vergangen ist.

Noch 2 Tage … Ruhe vor dem Sturm

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Wenn der 4fache Roth- und 2fache Hawaii-Sieger Chris McCormack schon Glück wünscht, kann nichts mehr schief gehen.

So, heute war vor allem Füsse hochlegen und Motivation holen am Programm – Motivation von der ein oder anderen Triathlon-Legende.

In der Früh stand ein kleines Schwimmtraining auf der Wettkampfstrecke am Programm. Bereits heute war ganz schön viel los – inklusive Kaffee und Kuchenbuffet 🙂

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Das letzte Schwimmtraining für viele – oder einfach nur akklimatisieren im Kanal.

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Küchenbuffet bereits beim Schwimmtraining 🙂
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Der Parkplatz für Jens‘ Rad am Sonntag. Und bei Bedarf jede Menge WCs gleich in der Nähe.
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Tiroler Kaiserschmarren bei der Pastaparty

Am Abend war Pastaparty. Der viel gelobte Kaiserschmarrn war leider ein wenig verbrannt, aber sonst war es sehr gut und nahrhaft. Neben ein paar Südburgenländern aus meiner Heimat haben wir auch sämtliche Roth-Legenden und -Profis „getroffen“.

Außerdem ist heute noch das restliche Support-Team aus der Ferne angereist – mit Jens‘ Eltern und seine Schwester sind wir nun vollständig.
Ein gemütlicher, entspannter Tag heute. Morgen wird es dann Zeit, mal ein bisserl nervös werden.

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Roth-Legenden und Profis bei der Pastaparty

 

Noch 3 Tage … angekommen.

An unserem ersten Tag in Roth stand Ankommen und Orientieren am Programm. Die ersten Bekannten begrüßen und Profis entdecken, Startunterlagen abholen und sich noch die letzten Tipps von Trainer Matthias holen.

Bei der Pressekonferenz wurde uns nochmal die Dimension des DATEV Challenge Roth bewusst – wie viele Menschen da an einem Tag unterwegs sind. Neben den 4.000 Athleten und 250.000 Zuschauern sind über 6.000 freiwillige Helfer im Einsatz. Allein in der 2. Wechselzone, wo es vom Rad- auf die Laufstrecke geht, sind 800 Helfer beschäftigt.

Die Profis bei der Pressekonferenz
Die Profis bei der Pressekonferenz

Die Profis zeigten sich bei der Pressekonferenz recht fit und kampfbereit – keine bestimmte Endzeit zählt bei den meisten, sondern der 1. Platz. Der Titelverteidiger Timo Bracht ist ebenso am Start wie der Zweitplatzierte vom vergangenen Jahr, Nils Frommhold.
Sympatisch, dass auch Profis wie die Neuseeländerin Gina Crawford sich Belohnungen zum Ziel setzen: sie hätte schon länger gern eine Kaffeemaschine. Die gönnt sie sich, wenn sie das nächste Mal einen Wettkampf gewinnt 😉

Aktuell sorgt das Thema „Neopren-Verbot“ unter Profis und Altersklasse-Athleten für viele Diskussionen. Heute hatte das Wasser im Main-Donau-Kanal 24 °C. Bei dieser Temperatur wäre es verboten, mit Neoprenanzug zu schwimmen. Da aber noch kühle Nächte bevorstehen, könnte die Wassertemperatur sinken und es sich mit dem Neo noch ausgehen – worauf viele Athleten hoffen. Die Entscheidung fällt Samstag Nachmittag. Interessant die Aussage vom US-Profi Andrew Starykowicz: Wenn ohne Neo geschwommen wird, ist es für den Athleten seiner Meiung nach so anstrengend, als würde er 4,2 km schwimmen statt 3,8 km mit Neo.

Jens mit den Damen, von denen er die Startunterlagen bekommen hat.
Jens mit den Damen, von denen er die Startunterlagen bekommen hat.

Am Challenge-Gelände haben wir unsere Startunterlagen abgeholt (Jens für den Challenge und ich für meinen Frauenlauf) und die letzten Tipps von Jens‘ Trainer Matthias vom Professional Endurance Team geholt. Fast wichtiger als die Tipps war aber die Motivation und die beruhigenden Worte, die er Jens auf den Weg mitgegeben hat. Wenn jetzt Jens‘ Verkühlung noch ganz weggehen würde, steht dem Start so gar nichts mehr im Weg …

Jens und Trainer Matthias schmücken sich mit meinem Challenge Woman-Bag - da würden sie wohl auch gern mitlaufen ;-)
Jens und Trainer Matthias schmücken sich mit meinem Challenge Woman-Bag – da würden sie wohl auch gern mitlaufen 😉

Noch 4 Tage … let’s get the party started

Vor nicht allzu langer Zeit war es ein Jahr bis Roth. Jetzt sind es nur noch unglaubliche vier Tage bzw noch vier Mal mehr oder weniger schlafen.

Koffer gepackt
Soviele volle Taschen – da können wir gar nichts vergessen haben.

Die Koffer sind gepackt, Jens‘ Verkühlung ist fast weg und wir machen uns auf den Weg nach Roth. Ab morgen werde ich täglich berichten, was an den Tagen davor dort so los ist. Hüttengaudi, Testschwimmen im Kanal, mein 5 km-Lauf, usw.

Also dann bis morgen!

Rennen mit den Profis

Morgen ist es noch genau ein Monat bis zum Tag X.  Aus dem Jahr ist jetzt tatsächlich ein Monat geworden, bis Jens in den Wettkampf startet, gemeinsam mit über 5.000 weiteren Sportlern. Unter ihnen auch zahlreiche internationale Profis. Das ist ja unter anderem so lässig beim Triathlon: Profi-Athleten, von denen man sonst nur liest, stehen plötzlich neben einem beim Aufwärmen, siehst du in der Wechselzone bei den letzten Vorbereitungen oder empfangen die Amateure dann im Ziel.
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Nachdem letztes Jahr bei der DATEV Challenge Roth durch das „30 Jahre Triathlon in Roth“-Jubiläum besonders viele bekannte Profis am Start warten, ist das Top-Starterfeld heuer zwar kleiner, aber genauso fein: Die „Roth-Legenden“ Timo Bracht (Sieger 2014) und Dirk Bockel (Gewinner 2013) treffen auf den aufstrebenden Nachwuchsstar und Vorjahres-Zweiten Nils Frommhold, der dieses Jahr beim 70.3-Ironman St. Pölten Zweiter wurde.

Bei den Frauen sind unter anderem die in Österreich lebende Niederländerin Yvonne van Vlerken (gewann bereits 2007 und 2008) und die deutsche Svenja Bazlen, die letztes Wochenende beim 70.3-Ironman Kraichgau den 3. Platz belegte, am Start. Ebenso die Britin Jodie Swallow, die im März den Ironman South Africa gewonnen hat.

Als sehr erfreuliche Überraschung wird auch Anja Beranek (Siegerin 70.3-Ironman St. Pölten 2015) an den Start gehen, die uns im Interview auf Fuerteventura noch von anderen Plänen erzählt hatte.

Mal schauen, welcher Profi am Ende des Tages Jens die Medaille im Ziel umhängt.
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Übrigens ist die DATEV Challenge Roth mit 3.400 Einzelstartern und 650 Staffeln und 250.000 erwarteten Zuschauern die weltweit größte Triathlon-Veranstaltung auf der Langdistanz! Nur mehr ein Monat … ich freu mich schon!